Süddeutsche Zeitung, Wissen

Stress im Wochenbett

Für Mütter wird es nach der Geburt immer schwerer, entspannt in die neue Lebensphase mit Baby zu starten. Schnell sollen sie die Klinik verlassen, dann fehlen Hebammen. Manche Frauen macht das krank. Ärzte, Psychologen, Hebammen und Wissenschaftler betonen, dass diese ersten Wochen nach der Geburt heute keineswegs an Bedeutung verloren haben.

Süddeutsche Zeitung, München

Pauls langer Weg nach Hause

Paul kam herzkrank auf die Welt. Nach seiner Geburt liegt er ein Jahr lang auf der Intensivstation – viel länger als notwendig. Weil seine Eltern keinen Pflegedienst für zu Hause finden. So blockieren Kinder wie Paul Intensivbetten und Beatmungsgeräte, die in den Kliniken dringend gebraucht werden. Was der Mangel an Pflegepersonal anrichtet.

Süddeutsche Zeitung, Wirtschaft

„Chefärzte sind Marionetten von Geschäftsführern“

Der Herzchirurg Umeswaran Arunagirinathan floh als Zwölfjähriger vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. Um ihn zu retten, übergaben seine Eltern ihn an Schlepper. Kurz vor seinem Abitur sollte er noch abgeschoben werden. Ein Gespräch über Rassismus, Sparsamkeit, Corona und die Ökonomisierung von Gesundheit.

Süddeutsche Zeitung, Wissen

„Wir können Ihr krankes Kind nicht behandeln“

An vielen Kliniken in Deutschland müssen Ärzte sogar schwer kranke Kinder abweisen. Es fehlt an Personal und Ressourcen. Der ökonomische Druck führt zu einem systematischen Bedeutungsverlust der Kindermedizin. Die Politik ignoriert das Problem. Auch die einjährige Frieda und ihre Eltern mussten im Notfall von Klinik zu Klinik fahren, um ein freies Bett zu finden.

Süddeutsche Zeitung, Plan W

Gegen den Strom

Auf dem Balkan boomt der Bau von Wasserkraftwerken, doch die Nachhaltigkeit der Projekte ist umstritten. Frauen im Dorf Kruščica in Bosnien-Herzegowina besetzen seit mehr als einem Jahr eine Brücke und blockieren so die Interessen internationaler Konzerne. Unterstützt werden sie von einer weltbekannten Firma.

Süddeutsche Zeitung, München

Die große Not der kleinen Patienten

Kindermedizin ist nicht lukrativ und Pflegekräfte sind gerade in München schwer zu finden: Die Versorgung ist inzwischen so schlecht, dass viele Ärzte Alarm schlagen. Klinikleitungen sehen es aber nicht gern, wenn ihre Mitarbeiter öffentlich darüber sprechen, wie dramatisch die Situation ist.

Süddeutsche Zeitung, Seite 3

Ausgeliefert

Svea ist zwei Jahre alt und wartet seit eineinhalb Jahren auf ein Spenderorgan. Ihre Mutter weiß: die Tochter kann nur überleben, wenn ein anderes Kind stirbt. Und wenn die Eltern die Organe ihres toten Kindes spenden. Antonia war drei Jahre alt, als sie bei einem Autounfall verunglückte. Die Ärzte fragten ihre Eltern, ob sie die Organe ihrer Tochter spenden möchten.

Süddeutsche Zeitung, Wirtschaft

Taschen aus Flüchtlingsbooten

Das Sozialunternehmen Mimycri bietet Geflüchteten Arbeitsplätze und regt mit seinen Produkten zum Nachdenken an. Auch das Start-up Stitch by Stitch hilft Asylsuchenden, sich zu integrieren.

Süddeutsche Zeitung Gesellschaft

Der Lückenbüßer

In Deutschland muss jeder krankenversichert sein. Dennoch haben Zehntausende Menschen keinen Schutz, darunter viele Kinder. Peter Schwick behandelt sie trotzdem.

Süddeutsche Zeitung, Politik

Wenn wirklich jeder Tag zählt

Der Syrer Adnan Ghnema will seine Familie legal nach Deutschland holen. Während er auf die nötigen Dokumente wartet, kommt seine Frau bei einem Bombenangriff ums Leben.